Geschirrspüler

Ein Geschirrspüler ist ein Haushaltsgerät zum automatischen Reinigen von Töpfen, Pfannen, Geschirr, Gläsern und Essbesteck. Bekannt für die Geschirrspüler-Produktion sind zum Beispiel die Firmen Miele, Bosch, AEG und Bauknecht.

Geschirrspüler-Geschichte

Der Geschirrspüler wurde 1850 von dem amerikanischen Erfinder Joel Houghton entwickelt. Sein Modell war allerdings noch kein vollautomatisches Gerät, sondern ein Geschirrspüler mit Handbetrieb. Der erste vollautomatische Geschirrspüler wurde 1886 von der Amerikanerin Josephine Cochrane erfunden und von ihr sieben Jahre später auf der Weltausstellung in Chicago der Öffentlichkeit vorgeführt. Josephine Cochrane erfand den Geschirrspüler aber nicht aus manufakturellen Erwägungen. Sie war relativ wohlhabend, da sie die Enkelin des Erfinders John Fitch war, der das Dampfschiff entwickelte. Da ihre Angestellten beim spülen oft ihr kostbares chinesisches Porzellan beschädigten, entwickelte sie kurzerhand einen Geschirrspüler, der diese Aufgabe automatisch übernahm.

Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wurden dann die ersten Geschirrspüler-Modelle mit einem Anschluss für permanente Wasserversorgung aus einer Wasserleitung entwickelt und 1924 entwickelte William Howard Livens das erste Modell, welches auch für den Hausgebrauch verwendet werden konnte. Im Jahre 1929 wurden von der Firma Miele auch die ersten Geschirrspüler in Deutschland gebaut. 1940 wurden die ersten Geschirrspüler mit Trockner auf den Markt gebracht. In den siebziger Jahren wurde dann schließlich der Geschirrspüler zur Standard-Ausstattung in amerikanische Haushalten, was nach und nach auch in anderen, vorwiegend westeuropäischen, Ländern übernommen wurde. Nach der Firma Miele fingen auch weitere Firmen an, Geschirrspüler für den deutschen Markt zu bauen, darunter AEG, Bosch und später auch die Firma Bauknecht.

Moderne Geschirrspüler

Ein Geschirrspüler ist in der Regel 60 cm breit, allerdings gibt es neben der 60 cm Variante ach eine 45 cm Version. Diese 45 cm Version kommt besonders bei kleinen Küchen in Single-Haushalten zum Einsatz und hat nur etwa zwei Drittel des Fassungsvermögens einer großen Maschine. Viele Geschirrspüler sind auch gleich in Einbauküchen integriert oder können dies nachträglich werden. Bei diesen Geräten kann die Deckplatte abgenommen werden und man kann eine Dekorplatte vor den Geschirrspüler bauen. Teilweise verschwindet auch der Geschirrspüler vollständig hinter einer Tür der Einbauküche.

Ein Geschirrspüler hat meist mehrere Spülprogramme. Dies ist notwendig, da sich je nach Bestückung und Einsatzart die Dauer des Waschvorgangs und die Temperatur des Wasser unterscheiden müssen. Zuerst wird ein Waschgang durchgeführt, bei dem das Spülgut gereinigt wird. Anschließend wird mit heißem, klaren Wasser ein Klarspülgang durchgeführt um das Spülwasser wegzuspülen und das Geschirr danach trocknen zu lassen, um Kalkflecken zu verhindern. Der Geschirrspüler braucht für das Wasser einen Anschluss an die Wasserleitung und einen Abwasseranschluss. Für die Heizung im Gerät ist außerdem noch ein Stecker für den Anschluss an das elektrische Stromnetz vorhanden.

Das Spülen mit einem Geschirrspüler

Für das Spülen werden Spülmaschinenreiniger benutzt, die Phosphate, Tenside, Bleichmittel und andere Zusatzstoffe enthalten können und die für den Reinigungsgang notwendig sind. Weiterhin wird für den Klarspülgang ein Klarspüler zugesetzt, der die Oberflächenspannung des Wassers herabsetzt, wodurch das Wasser schlechter am Spülgut haftet und so besser abtropft. Als dritten Bestandteil wird oft Regeneriersalz benutzt, welches die Verkalkung von Spülgut und Geschirrspüler verhindern soll. Für diese Zusätze werden auch Kombinations-Tabs angeboten, die unterschiedliche Zusammensetzungen für unterschiedliche Einsatzgebiete haben. Obwohl der Einsatz solcher Tabs bequemer ist, ist der Einsatz von losen Zusätzen in Pulverform oder flüssig ökonomischer, da die Zusätze besser dosiert werden können. Das führt zu einer geringeren Belastung von Geldbeutel und Umwelt.

Das Spülen mit einem Geschirrspüler ist im Vergleich zum manuellen Spülen deutlich bequemer und verbraucht weniger Wasser. Allerdings können starke Verschmutzungen oft von einem Geschirrspüler nicht ohne weiteres entfernt werden, wodurch eine manuelle Vorwäsche nötig wird. Auch sind die in dem Geschirrspüler benutzten Chemikalien aggressiver und es wird mehr Energie verbraucht. Somit ist das manuelle Spülen nicht immer in Nachteil.